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Der Mond ist der uns nächste Himmelskörper; das bezieht sich auf seine kosmische Nähe ebenso wie auf unsere gefühlsmäßige Abhängigkeit. Entsprechend ausgeprägt sind seine wirklichen Kräfte und die ihm unterstellte Macht. Wer den Einflüssen des Trabanten auf das irdische Geschehen ausschließlich mit Raumsonden, Messgeräten und Statistiken zuleibe rückt, klammert wesentliche Aspekte der Betrachtung aus. Im wandlungsfähigen Gesicht des Mondes spiegeln sich aufregende Landschaften der menschlichen Seele. Ihnen verdankt der nächtliche Schläfer jene Anziehungskraft, die unser Fühlen und unsere Träume gefangen nimmt, von Kindesbeinen an.
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Kamera: Niko Stein
Schnitt: Giusi Violani
Redaktion: Hans Helmut Hillrichs

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Für die frühen Kulturen war unser zuverlässiger Begleiter Zeitmesser und Kalenderuhr. Küstenbewohner haben seine Gezeitenkräfte sinnvoll für ihre Tätigkeiten genutzt. Mondzyklen und schwankende Lichtintensität steuern noch immer das Verhalten vieler Tiere im Wattenmeer. Objekt der Sehnsucht bleibt der gute alte Mond weiterhin für die beobachtende Astronomie, ihr verspricht er, was die Erde verloren hat: einen von menschlichen Störquellen freien Blick zu den Sternen.
In unserer „Expedition in die Nacht“ folgen wir der Anziehungskraft und den Versprechen des Mondes. Wir begegnen eindrucksvollen Beispielen frühen Forschungsdrangs und ausgesprochen aktiven Mondschützen auf einem französischen Bergplateau. Wann immer vom Mond die Rede ist, drängt sich die Frage auf: Wo enden seine wirklichen Kräfte und wo beginnt seine magische Kraft?
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